Am vergangenen Wochenende durften wir an der traditionsreichen Ypern Rallye in Belgien teilnehmen – ein Klassiker im Rallyekalender und gleichzeitig ein wichtiger Wertungslauf im Stellantis Rally Cup. Mit über 220 WP-Kilometern und einer Gesamtlänge von über 530 WP-Kilometern gehört die Ypern Rallye zu den umfangreicheren und fordernderen Events im Kalender dieser Saison.
Bereits am Mittwoch und Donnerstag stand das Erkunden der Strecken auf dem Programm. Die belgischen Prüfungen zeigten sich – wie im Vorjahr – äußerst anspruchsvoll, mit vielen tiefen Cuts, blinden Ecken und schnellen Kurven. Die Streckencharakteristik war herausfordernd und verlangte höchste Präzision.
Am Donnerstag folgte der Shakedown, der in Ypern bereits von zahlreichen Fans besucht wird – und das war auch in diesem Jahr spürbar. Die gesamte Veranstaltung war hervorragend besucht, die Stimmung war von Anfang bis Ende unglaublich – von den ersten Shakedown-Metern bis ins Ziel am Samstag. Es war beeindruckend, wie viele Zuschauer an den Prüfungen standen - das macht Ypern jedes Jahr aufs Neue besonders.
Unsere Zielsetzung für das Wochenende war klar: sicher durchkommen, wichtige Cup-Punkte sammeln und das Fahrzeug schonen.
Der Freitag begann vielversprechend: Auf WP1 konnten wir direkt die Bestzeit im Stellantis Cupsetzen. Auch auf WP2 lagen wir auf einem starken zweiten Platz.
Leider erwischte uns auf WP3 ein herber Rückschlag: In einem besonders tiefen Cut beschädigten wir uns eine Felge so stark, dass sie komplett gebrochen ist und sich dann verkeilte. Damit konnten wir leider nicht weiter fahren und mussten noch auf der Prüfung wechseln. Der Radwechsel kostete uns rund 15 Minuten, hinzu kam eine Zeitstrafe – ein deutlicher Rückschlag im Klassement.
Auf WP7 kam es dann noch zu einem weiteren Reifenschaden, der ebenfalls gewechselt werden musste. Trotz dieser Herausforderungen konnten wir das Fahrzeug fast unbeschadet in den abendlichen Service bringen.
Am Samstag hieß es dann: kontrolliert fahren, sauber durchkommen und das Ziel erreichen. Auf der Powerstage konnten wir noch die 2. Zeit einfahren und haben dort auch noch wichtige Punkte sammeln können.
Wir beendeten die Rallye ohne weitere Probleme auf Platz 4 im Stellantis Cup und konnten trotz aller Rückschläge wichtige Punkte für die Meisterschaft sichern. Wir haben gezeigt das wir als einziges deutsches Team im Stellantis Cup trotzdem vorne mitmischen können.
Die Ypern Rallye war in vielerlei Hinsicht fordernd – technisch, körperlich und organisatorisch – aber zugleich ein tolles Erlebnis mit einer ganz besonderen Atmosphäre.
Die nächste Station im Stellantis Rally Cup ist die Omloop van Vlaanderen Rallye im September.





















